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Mogadischu - Seit Beginn der wieder entflammten Kämpfe zwischen Regierungstruppen und bewaffneter Opposition vor einem Monat mussten über 96.000 Einwohner der somalischen Hauptstadt ihre Häuser verlassen. Unter Ihnen befinden sich schätzungsweise immer noch 35.000 Menschen in der Stadt selbst. Da sie keinerlei Möglichkeiten haben zu fliehen, suchen sie immer noch nach Schutz und Unterkunftsmöglichkeiten in vermeintlich sichereren Stadtvierteln.
Nur etwa 26.000 Menschen ist es bisher gelungen, die provisorischen Zeltlager im so genannten Afgooye-Korridor, etwa 30 Kilometer süd-östlich von Mogadischu, zu erreichen. Hier leben sie mit 400.000 weiteren Binnenvertriebenen zusammen.
Ein Teil der übrigen 35.000 Flüchtlinge sucht in den übrigen Gebieten Somalias Schutz, andere versuchen, die Nachbarländer zu erreichen.
Nach Angaben lokaler Partner von UNHCR in Somalia haben mehr als 2.000 Vertriebene vor, die Grenze nach Kenia illegal zu überqueren. Über tausend von ihnen will offensichtlich ihr Leben riskieren, um die gefahrvolle Flucht über den Golf von Aden mit Hilfe von Menschenschmugglern zu wagen. Rund 600 Menschen gaben an, in Äthiopien Zuflucht suchen zu wollen.
Im benachbarten Kenia ist die Anzahl von Neuankömmlingen aus Somalia innerhalb der letzten Woche sprunghaft angestiegen. Anstelle von durchschnittlich etwa 100 Vertriebenen pro Tag kommen nun fast 200 Menschen täglich über die Grenze.
Seit Beginn des Jahres sind damit über 32.000 Somalier nach Kenia geflohen. Die Gesamtzahl somalischer Flüchtlinge in diesem Land stieg somit auf insgesamt 297.000 an.
UNHCR arbeitet weiterhin unter Hochdruck daran, humanitäre Hilfe zu den Vertriebenen in Somalia zu bringen. Den lokalen Partnern von UNHCR ist es bereits gelungen, die ersten Lieferungen von Hilfsgütern südlich von Mogadischu zu verteilen. Seit dem 26. Mai wurden an über 12.600 Menschen im Kah-Shiqaul-Gebiet Plastikplanen, Matratzen, Kochsets, Decken, Kanister und Hygieneartikel ausgegeben.
Ursprünglich waren weitere Verteilungen von Hilfsgütern an über 30 000 Menschen für Anfang nächster Woche geplant, in der Nähe des "Kilometer 13" genannten Gebiets an den süd-östlichen Randgebieten der somalischen Hauptstadt. Anhaltende Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Oppositionsgruppen über die Kontrolle der Hauptversorgungsstraße zwischen Mogadischu und der Afgooye-Region lassen jedoch derzeit keine weitere humanitäre Unterstützung zu.
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