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Heute: Donnerstag 29 Juli 2010
 

Gedenkminute für getöteten UNHCR-Mitarbeiter

Genf – Für den gestern bei einem Bombenanschlag in Pakistan getöteten UNHCR-Mitarbeiter ist am Mittwoch in der UNHCR-Zentrale in Genf und in anderen Büros weltweit eine Schweigeminute abgehalten worden. UN-Flüchtlingskommissar António Guterres zeigte sich tief bewegt, nachdem Aleksandar Vorkapic letzte Nacht bei dem Attentat auf das Hotel "Pearl Continental" in Peshawar ums Leben kam. Medien berichten über weitere Opfer innerhalb von UN-Partnerorganisationen.

"Aleksandar Vorkapic hat sich freiwillig für Noteinsätze gemeldet und ist vergangenen Monat als Teil eines Nothilfe-Teams nach Pakistan entsandt worden", berichtete Guterres in der UNHCR-Weltzentrale in Genf. "Es war sein erster Nothilfeeinsatz, und er hat sein Leben im Dienst für andere gegeben, bei der Hilfe für Hunderttausende Zivilisten, die in jüngster Zeit im Nordwesten des Landes vertrieben worden waren."

"Wir alle bei UNHCR sind von dieser Tragödie wie am Boden zerstört", sagte Guterres, "Unser tief empfundenes Beileid und Mitgefühl gilt seiner Familie in Belgrad." Der Serbe Aleksandar Vorkapic hat seit dem Jahr 2000 als IT-Spezialist im Büro des UN-Flüchtlingshochkommissariats UNHCR in Belgrad gearbeitet. Er hinterlässt eine Frau und drei Kinder.

Wie UN-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte auch UNHCR-Chef Guterres den Anschlag, "für den es keine Rechtfertigung geben kann". "Humanitäre Helferinnen und Helfer auf der ganzen Welt", so Guterres weiter, "werden zunehmend zur Zielscheibe von Angriffen. Es sind letztlich die Bedürftigen, die Vertriebenen und die Schutzlosen, die am meisten unter diesem Verlust zu leiden haben. Aleksandar Vorkapic ist der zweite UNHCR-Mitarbeiter, der in Pakistan in weniger als fünf Monaten umgebracht wurde, in einem Land, in dem Hunderttausende Menschen von UNHCR-Hilfe abhängen. Wieder sind wir gezwungen, uns zu fragen, wie wir die akuten Bedürfnisse der Menschen befriedigen und gleichzeitig die Sicherheit unserer eigenen Mitarbeiter ausreichend schützen können? Das ist ein wahrhaft schreckliches Dilemma."

Bereits am 2. Februar 2009 war der UNHCR-Mitarbeiter Syed Hashim bei einem Angriff in Quetta erschossen worden. Dabei wurde Büroleiter John Solecki entführt, konnte aber nach zwei Monaten wieder frei kommen. Bei dem Selbstmordanschlag in Peshewar wurden nach Angaben mindestens 16 Menschen getötet und mehr als 60 verletzt.

Foto: Suzy Hopper, UNHCR


Veröffentlicht am: 10.06.2009


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