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Peschawar- Die pakistanische Regierung stellte am vergangenen Donnerstag den ersten Schritt eines vierstufigen Programms zur Rückkehr von Binnenvertriebenen vor. Nach der derzeitigen Planung werden die ersten Flüchtlinge am kommenden Montag, 13. Juli, wieder die Möglichkeit haben, in ausgewählte Gebiete der Buner und Swat Regionen zurück- zukehren.
Nach Regierungsbestätigung wird die Rückkehr in Einklang mit den neuesten Richtlinien durchgeführt, die zuvor Vertreter von Regierung, UN und Partnerorganisationen gemeinschaftlich ausgearbeitet hatten. Die so genannte 'Return Task Force' besteht aus Mitgliedern verschiedener UN- und anderer Hilfsorganisationen und steht unter dem Vorsitz der pakistanischen Regierung. Diese Arbeitsgruppe entwickelte Richtlinien zur Heimkehr, die auf den Prinzipien der Freiwilligkeit, Sicherheit und menschenwürdigen Rückkehr basieren.
Die Rückkehr auf freiwilliger Basis beinhaltet auch das Recht von Binnenvertriebenen, zuvor ausreichend Zugang zu Informationen über die Sicherheitslage, das Ausmaß der Zerstörung und den Zustand der Infrastruktur in ihrer Herkunftsregion zu haben. Dies ist besonders wichtig in Hinblick auf das fundamentale Ausmaß der Zerstörung, von der diese Regionen betroffen sind.
Ein weiterer kritischer Punkt ist die weitläufige Verbreitung von gestreuten Mienen und explosiver Munition, die eine große Gefahr für die Zivilbevölkerung, allen voran für Kinder, darstellt. Eine Untersuchung der Lage in den betroffenen Gebieten durch verschiedene Hilfsorganisationen wird die Bedingungen festsetzen, unter welchen eine nachhaltige Rückkehr möglich ist.
Die 'Return Task Force' arbeitet derzeit an einem detaillierten Konzept, das am Wochenende den Behörden in Peschawar vorgestellt werden wird.
Aufgrund der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und bewaffneter Kämpfer in den nordwestlichen Grenzgebieten Swat, Buner und Lower Dir haben mehr als zwei Millionen Menschen seit Anfang Mai ihre Heimat verlassen müssen. Bisher konnten nur 260.000 Binnenvertriebene in den 21 Flüchtlingscamps in Pakistan untergebracht werden. Die Mehrheit der Schutzbedürftigen kam bei Gastfamilien, in Mietwohnungen oder in Schulgebäuden unter.
Unter einem gemeinsamen Schutzprogramm helfen UNHCR und Partner- organisationen derzeit hunderttausenden von Familien vor Ort. Seit Anfang Juni unterstützt UNHCR mehr als 34.000 Familien ( 22.100 Menschen) in den Gebieten Nowshera, Charssada und Mardan. In Mardan hat sich UNHCR zum Ziel gesetzt, weitere 62.000 Familien, die derzeit noch außerhalb der Camps leben, zu unterstützen, während Partnerorganisationen zusätzlichen 42.000 Familien Hilfe bieten.
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