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In Zusammenarbeit mit dem Journalist Michael Walther war es dem UNHCR-Verbindungsbüro für die Schweiz und Liechtenstein möglich, unter dem Titel “Sie waren einst Flüchtlinge” ein Buchprojekt zu realisieren.
Im Werk wird die persönliche Lebensgeschichte von neun ehemaligen Flüchtlingen genannt, die gemeinsam im Rahmen der Kontingentpolitik in die Schweiz kommen konnten und sich mittlerweile sehr gut integriert haben. Es freut uns sehr, dass die Publikation auf das dritte Schweizer Asylsymposium im Januar präsentiert werden konnte. Das Buch "Sie waren einst Flüchtlinge" leistete somit einen wichtigen Beitrag zu den Diskussionsrunden und Podien.
Das Werk beinhaltet mehr als die rein informative Geschichte der schweizer Asylpraxis. Die persönlichen und beeindruckenden Erzählungen der ehemaligen Flüchtlinge erlauben es dem Leser, sich in die Situation des Fliehenden zu versetzen und die Schweiz als Ausländer zu erleben, welcher sich in die Schweiz integrieren muss.
Die Wiederaufnahme der Neuansiedlungspolitik in der Schweiz wird vom UNHCR als dauerhafte Lösung für viele Flüchtlinge angestrebt, die nicht in ihre ehemalige Heimat zurückkehren können. Daher wird im zweiten Teil von "Sie waren einst Flüchtlinge" der Leser durch eine Retrospektive der Kontingentspolitik im Rahmen von Neuansiedlungen in der Schweiz geführt. Nach der Ungarnkrise im Jahr 1956 nahmen viele Westeuropäische Länder gruppenweise Flüchtlinge aus den betroffenen Gebieten auf und behielten diese Praxis später bei. Die Tradition der Kontingentspolitik wurde in der Schweiz jedoch unterbrochen, als die Asylgesuche in Folge der Bosnienkrise markant anstiegen.
Durch "Sie waren einst Flüchtlinge" möchte das UNHCR-Verbindungsbüro für die Schweiz und Liechtenstein die Öffentlichkeit für das Thema Asylpolitik sensibilisieren und für eine Wiederaufnahme der Kontingentpolitik in der Schweiz werben.
Die Publikation "Sie waren einst Flüchtline" ist sowohl auf Deutsch, als auch auf Französisch ("Ils étaient une fois des réfugiés") über den Chronos-Verlag bestellbar.
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