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Die Vereinten Nationen (UNO) wurden am 24. Oktober 1945 mit 51 Mitgliedsstaaten gegründet. Diese waren vom Willen geeint, den Frieden durch internationale Kooperation und kollektive Sicherheit zu fördern. Heute zählt die UNO mit 192 Mitgliedsstaaten fast alle Staaten weltweit.
Um Mitglied der UNO zu werden, muss das Mitgliedsland die Charta der Vereinten Nationen und damit verbundenen Rechte und Pflichten anerkennen und akzeptieren. Die UN Charta nennt die Prinzipien, auf denen die Beziehungen der Staaten untereinander beruhen sollen. Kraft dieser Charta verfolgt die UNO vier Ziele: a) den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren, b) freundschaftliche Beziehungen zwischen den Nationen zu entwickeln, c) die internationale Zusammenarbeit in der Achtung der Menschenrechte herbeizuführen sowie d) ein Zentrum für die gegenseitige Abstimmung der Bemühungen der Nationen zur Verwirklichung dieser gemeinsamen Ziele zu bilden.
Die UNO ist keine Weltregierung und erlässt keine Gesetze. Sie trägt zur Beilegung von Konflikten bei und schlägt Massnahmen zu Themen vor, die uns alle angehen. Alle Mitgliedstaaten, ob arm oder reich, klein oder gross, bringen sich ein und haben eine Stimme in der Vollversammlung.
Die Organe
Die UNO umfasst sechs zentrale Organe. Fünf davon – die Generalversammlung, der Sicherheitsrat, der Wirtschafts- und Sozialrat, der Treuhandrat und das Sekretariat – haben ihren Sitz in New York. Das sechste, der internationale Gerichtshof, befindet sich in Den Haag.
Die Generalversammlung bestätigt unter anderem die Ernennung des Generalsekretärs duch den Sicherheitsrat. Ban Ki-Moon ist seit dem 1. Januar 2007 der Generalsekretär der Vereinten Nationen.
Der Sicherheitsrat besteht aus 15 Mitgliedern. Fünf davon (die Volksrepublik China, die USA, Russland, Frankreich und das Vereinigte Königreich von Grossbritannien und Nordirland) sind ständige Mitglieder und besitzen ein Vetorecht. Die zehn übrigen werden durch die Generalversammlung für zwei Jahre gewählt. Gegenwärtig wird die Möglichkeit einer Reform der Zusammensetzung und der Arbeitsweise des Sicherheitsrates überprüft, die der neuen geopolitischen Realität Rechnung tragen soll.
Das System der Vereinten Nationen
Der Internationale Währungsfonds (IMF), die Weltbankgruppe und 13 weitere unabhängige sogenannte Sonderorganisationen sind durch Kooperationsverträge an die UNO gebunden. Diese Institutionen sind autonom und beruhen auf zwischenstaatlichen Verträgen, also nicht auf einen von der UNO selbst erteilten Auftrag. Auch die Weltgesundheitsorganisation oder die Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) fallen in diese Kategorie. Sie spielen eine wesentliche Rolle in der internationalen Kooperation in den Bereichen Bildung, Kultur, Gesundheit und Soziales, aber auch in wirtschaftlichen Belangen. Einige dieser Organisationen, wie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) oder der Weltpostverein (UPU) sind älter als die UNO selbst.
Ausserdem bemühen sich zahlreiche Programme und Fonds die soziale und wirtschaftliche Lage der Weltbevölkerung zu verbessern, wie beispielsweise das UN Flüchtlingshilfswerk UNHCR, das UN Entwicklungsprogram UNDP und UN Kinderfond UNICEF. Sie fallen unter die Zuständigkeit der Vollversammlung und/oder des Wirtschafts- und Sozialrates.
Alle diese Organisationen haben eigene Budgets, Direktoren und Sekretariate. Sie bilden zusammen mit der UNO das, was man das „System der Vereinten Nationen“ nennt. Insgesamt liefern sie technische Unterstützung und zahlreiche weitere Dienste in praktisch allen sozialen und wirtschaftlichen Bereichen.
Die Mitgliederbeiträge, die von den Staaten gezahlt werden, sind die grösste Einnahmequelle der UNO. Sie werden durch einen Beschluss der Vollversammlung festgelegt, der hauptsächlich auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Staaten Rücksicht nimmt. Daher hängt der Beitrag vom Bruttoinlandprodukt und dem Pro-Kopf-Einkommen eines Staates ab.
Das System der Vereinten Nationen.gif)
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