|
Alfred Nobel hat seine Grossherzigkeit unter Beweis gestellt, als er sein Vermögen der Stiftung Nobel vermachte. Diese sollte all jene anspornen, die im Bereich der Medizin, der Physik oder der Chemie forschten oder aber durch ihre Schriften oder Taten den Idealen der Brüderlichkeit unter den Nationen vorschub leisteten.
Als 1945 der zweite weltkrieg zu Ende ging, waren zahllose Menschen durch den Krieg vertrieben worden. Um den Einsatz zu deren Gunsten zu belohnen, wurde der Friedensnobelpreis 1954 an UNHCR verliehen. Ein weiteres Mal, 1981, ging er an UNHCR, für die Unterstützung der Flüchtlinge aus Vietnam.
Doch schon vor der Gründung von UNHCR wurde der Einsatz zugunsten Vertriebener geehrt: 1922 erhielt Fridtjof Nansen den Nobelpreis, insbesondere, weil er erfolgreich Millionen russischer Vertriebener Hilfe geboten hatte. Das Nansen-Büro schliesslich wurde 1938 geehrt, nachdem es sich für immer mehr Flüchtlinge in Europa stark gemacht hatte.
Solange Menschen gewaltsam aus ihren Häusern und ihrer Heimat vertrieben werden, ist weder Friede noch Freundschaft unter den Nationen denkbar. Die Friedensnobelpreise für UNHCR erinnern die Welt an diesen Zusammenhang.
Der Preis gilt besonders dem unermüdlichen Engagement der Mitarbeitenden im Feld, die nicht selten ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen. Für uns alle sind sie ansporn weiterzumachen, überall dort wo Flüchtlinge und Vertriebene unseren Schutz und unsere Unterstützung bedürfen.
|